UmweltZentrum 

Stockach e.V.

Toteislöcher


Totes Eis – lebendiges Wasser


Totes Eis...
Vor 20.000 Jahren überlagerten gewaltige Eismassen die gesamte Bodenseeregion
Beim Abschmelzen des Eises lösten sich vom wandernden "lebenden" Gletscher einzelne Eisblöcke, die als so genanntes "Toteis" zurückblieben.

...wird lebendig...
Die geschmolzenen Toteisblöcke ließen natürlicher Weiher – so genannte Toteislöcher – entstehen, die heute zahlreichen Pflanzen und Tieren einen wertvollen Lebensraum bieten.

...altert...
Weiher, die nicht durchflutet werden, haben jedoch nur eine begrenzte Lebensdauer:
Organische Abfälle, wie beispielsweise Herbstlaub, führen ohne Abtransport zur Verlandung. Die modrige Bodenschicht bildet unter Wasser beim Zersetzen Faulgase und bindet Sauerstoff. Den Wassertieren bleibt sozusagen "die Luft weg".
Da die Wasserflächen nicht sehr groß sind, sorgen die Ufersträucher und Bäume oft für totalen Schatten. Für Wärme liebende Arten, wie den stark gefährdeten Laubfrosch gehen sie dann als Lebensraum verloren.

...erhält neues Leben
Um die Toteislöcher im Wald zu erhalten, wurden die stark verlandeten Gewässer ausgebaggert. Die Ufer wurden entbuscht und der angrenzende Wald ausgelichtet. Ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Libellen und andere Insekten, die Stockente, die heimliche Wasserralle, den nicht mehr häufigen Zwergtaucher, viele Amphibien, die Gelbe Schwertlilie, das Pfeilkraut...konnte somit bewahrt werden.


Das Eiszeit Weiher Projekt des UmweltZentrum Stockachs entstand in Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda 21, dem Forstamt, PLENUM, dem Kieswerk Hardt und der Stadt Stockach.
Mithilfe von reich bebilderten Schautafeln können sie Interessantes über das Projekt sowie die Pflanzen und Tiere der "Eiszeit-Weiher" erfahren.

Werfen Sie einen Blick in unseren Flyer und erfahren Sie noch mehr über das Eisweiher-Projekt.

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